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Über unsere Heimat

 

Kirchberg i.W.

Daten aus einer langen Geschichte

Über das genaue Gründungsjahr von Kirchberg gibt es keine gesicherten Daten. Man weiß dass um das Jahr 1000 n. Ch. das Gebiet der jetzigen Pfarreien Kirchberg, Kirchdorf, Rinchnach, ja der ganze Altlandkreis Regen, noch nicht besiedelt war. Sicher ist aber, dass der „wilde Nordwald“ wie man damals den Bayrischen Wald nannte, von Benediktiner Mönchen aus Niederalteich gerodet und erschlossen wurde.

1146 erste urkundliche Erwähnung Gotthardsberg (das spätere Kirchberg)

Die Urkunde wurde mit Datum vom 12. Juli 1146 in Regensburg an der bischöflichen Kurie ausgestellt und durch mehrere hochrangige Zeugen aus Adel und Klerus bestätigt. Aus ihrem Wortlaut geht hervor, dass Abt Konrad von Niederalteich einen näher um­grenzten Teil des einst vom Kaiser geschenkten Klosterbesitzes um den „Gotthardsberg“ an eine Gemeinschaft von „Brüdern, die auf dem genannten Berge Gott dienen“ übereignet hat.

1204 erste namentliche Nennung von Kirchberg

Der Berg hieß anfänglich Gotthardsberg. Erste Nennung als Ortsname Kirchberg in einer Urkunde aus dem Jahre 1204.

1254 Kirchberg ein Dorf mit einem Grundamtmann

Für den Ort Kirchberg wurden im Jahr 1254 13 Güter und drei Mühlen verzeichnet . Etwa zur Zeit der Niederschrift dieses Güterver­zeichnisses wurde auch erstmals ein Grundrichter, auch Grundamtmann genannt, in Kirchberg eingesetzt.

30jähriger Krieg

In diesem Jahrhundert, so berichtet ein Geschichtsschreiber, hatte Kirchberg in den Kriegswirren des 30jährigen Krieges (1618-1648) von den Schweden besonders viel zu leiden. Dazu herrschte zu allem Übel noch furchtbar die Pest, so dass nur wenige Einwohner überlebten.

1622 Braurecht für den Amthof

Am 6. August 1622 wurde mit einer Urkunde durch Kurfürst Maximilian I. von Bayern dem Amthof das Braurecht förmlich verliehen. Das Biersieden war aber auf dem Amthof schon lange vorher sei­tens des Staates stillschweigend geduldet wor­den.

1742 Panduren in Kirchberg

Im Österreichischen Erbfolgekrieg (1740-1748) wird von schrecklichen Gräueltaten berichtet. Wilde zuchtlose Horden von Panduren unter Hauptmann Trenck und Bärenklau hausten fürchterlich in der Kirchberger Gegend. Am 7. Januar 1743 wurde der Amthof geplündert. Eine Reihe von kleinen verrosteten Hufeisen, die bei Grabungen neben dem Hause des Schmiedemeisters Neumeier gefunden wurden, stammen wohl aus jener Zeit.

1744 Nur der Turm blieb stehen

An Weihnachten 1744 brach in der Pfarrkirche ein Brand aus, der nur noch den Turm und die Außenmauern stehen ließ. Die Glocken fielen vom Turm. Die Bauern, die zum Löschen herbeigeeilt waren, warfen Schnee darauf, weshalb die Glocken zerbarsten. Unter Abt Marian Pusch wurde die Kirche sogleich wieder aufgebaut und ausgestattet.

1752 - 14 Anwesen einschließlich des Amthofes sind im Hofanlagebuch von Kirchberg im Jahr 1752 verzeichnet. Außerdem eine Schmiede, ein Grundamtmannshäusl bzw. Gerichtsdienerhäusl, Pfarrkirche St. Godehard und der Pfarrhof. In einer späteren Aufzeichnung noch ein Hüthaus und ein Flachsbrechhaus.

1803 Säkularisation

Im Jahr 1803 in der sogenannten „Säkularisation“ (Enteignung kirchlichen Besitzes, alle Rechte gingen auf den Staat über) wurden die Bauern in Kirchberg, die ihre Anwesen mit Grund und Boden nur auf Erbrecht hatten und deshalb an das Kloster Abgaben leisten mussten (Zehent) vom Obereigentum des Grundherrn befreit.

1875

Im Jahr 1875 standen bereits 86 Gebäude in Kirchberg, in denen 312 Personen wohnten, dazu 20 Pferde und 191 Rinder.

 

Im Jahr 1992 gab es 308 Gebäude und 1250 Einwohner im Ort und in der Gemeinde eine intakte Infrastruktur u. ein blü­hendes Fremdenverkehrsgewerbe, das Wirtschaft und Kultur belebt.

Archiv: Bernd Schulz/Zell


Viele Gebäudeteile wurden mittlerweile abgerissen, aber der Amthof ist das prägende Haus in der Ortsmitte von Kirchberg geblieben.


In unserer Trachtenvereinssatzung haben wir uns verbunden mit der St. Gotthard-Kapelle, die im Wald hinter der Pfarrkirche steht. Sie ist auf unseren Vereinsabzeichen abgebildet.